Um- und neugebaut

Reliquien als Siegesbeute

Pilgerzeichen

Heiligenschrein

Plastik des 19. Jh.

Holzplastik um 1700

Kreuzreliquiar 17. Jh.

Apollinarisfahne

Apollinarisschrein

Kirmes/Schützenfest
Verehrung Heute

Um und neugebaut

St. Lambertus Düsseldorf

In eben jene Zeit fällt auch ein Vorgang, den wir heute sicher anders bewerten als unsere Düsseldorfer Vorfahren. Der 1380 in den Herzogsstand erhobene und seit 1360 amtierende Graf Wilhelm von Jülich und Berg - 1348 waren die Grafschaften Berg und Jülich vereinigt worden - machte sich um Düsseldorf und seine Kirche verdient. Die durch Privileg Papst Nikolaus IV. vom 8.9.1288 in ein Kanonikerstift umgewandelte Pfarrkirche St. Lambertus wurde um- und neugebaut. Mit ihrer Fertigstellung wurde auch das Patrozinium geändert. Am 13. Juli 1394 erfolgte die Weihe zu Ehren der Gottesmutter Maria. Nebenpatrone wurden der hl. Thomas, der hl. Lambertus, die Kölner Bischöfe Severin und Anno sowie der hl. Apollinaris. Diesen Status und Titel behielt die „Grote Kerk” bis zum letzten Gottesdienst der Stiftskanoniker in dieser Kirche am 31. August 1805. Vom 1. September an war das Gotteshaus wieder Pfarrkirche und nahm sein altes Lambertushauptpatronat wieder an.

In der Stadt selber spielt der Heilige wieder eine Rolle. Eine neuere Pfarrkirche ist nach ihm benannt. die Erinnerung daran, dass in der Zeit vor 1800, als die Häuser einer Straße noch nicht durchnummeriert waren, oft Heilige für die einzelnen Häuser standen, und der hl. Apollinaris damals das Haus Altestadt Nr. 1 bezeichnete, kann man heute allerdings nur noch in Chroniken nachlesen.

© Prof. Dr.theol. Manfred Becker-Huberti, Köln


Druckversion


zurück zum Seitenanfang